Pentatoniken - Die Geheimwaffe für deinen Sound
Pentatoniken überall versteckt?
Guck dir jeden Gitarristen an, den du bewunderst. Slash, B.B. King, Eddie Van Halen, sie alle haben eines gemeinsam: Sie verwenden Pentatoniken.
Die meisten Anfänger denken, Pentatoniken sind nur zum Üben. Das ist falsch. Die Pentatonik ist dein bestes Werkzeug, um sich das Griffbrett zu organisieren.
- Pentatoniken sind dein Grid
- Mit 5 Tönen limitiert -> Halbtöne werden übersprungen
- Der Einstieg ins freie Spiel nach Gehör
- Fas überall anwendbar
Wie fange ich an?
Als aller erstes siehst du dir das Titelbild an. Das ist die einfachste Pentatonikform. Diese Form kannst du je nach Tonart auf dem Griffbrett verschieben.
Wenn du dich nicht mit Tonarten auskennst, beachte folgendes:
- Im 5. Bund startes du mit dem Zeigefinger (1. Finger) das Schema
- Hier befindest du dich in Amoll
- Suche nach einem Backingtrack in Amoll
Tipps für andere Tonarten:
- Suche deinen Lieblingssong und finde herause welche minor(moll) Tonart er hat
- Google oder Claude dir den Grundton der minor(moll) Tonart
- Verschiebe die Pentatonik (wie oben im 5. Bund) zu diesem Ton und spiele dort das Schema
Lerne am Anfang die Formen, nicht die Noten
Die Pentatonik hat 5 Standardformen auf der Gitarre. Anstatt sie nur auswendig zu lernen versuche dir ein Schema im aktiven Spiel beizubringen.
Lerne zuerst die erste Form gut. Spiele sie so oft, bis deine Finger sie blind finden. Dann ist die Pentatonik nicht mehr eine "Form", die du nachdenkst.
Kleiner Tipp: Spielst du langsam, merkst du schneller, wie die Töne zusammenhängen. Die Geschwindigkeit kommt dann von allein.
Wenn du die erste Form gut kannst, mache mit der nächsten Form weiter! Mir hat hir enorm das denken in visuellen Grids, wie Bauklötzen geholfen, die man aneinander reiht.
Finde den Klang in den Positionen
Während du spielst, finde heraus, welche Töne besser zu deinem Song passen und welche nicht. So bekommst du ein Gefühl, welcher Ton in der Pentatonik wie klingt und wirkt.
Wende dieses Schema auch auf die anderen Bausteine an.
Dann spiele die gleiche Melodie in verschiedenen Positionen. Finde die gleichen Töne in unterschiedlichen Positionen. Wenn du das zwei Monate machst, wirst du merken, dass du langsam das Griffbrett organisierst und du dir schon ein bisschen über den Klang von einzelnen Noten Klarheit verschaffen hast.
Nutze Bending und Vibrato in der Pentatonik
Die gleiche Pentatonik mit Bending und Vibrato klingt ganz anders als ohne. Hier kannst du durch experimentieren dich selbst motivieren!
Nimm die erste Position der Pentatonik. Spiele jeden Ton mit Vibrato. Spiele Bends von unteren zu oberen Tönen. Plötzlich klingt die langweilige Pentatonik wie das, das dein Idol spielen würde.
Improvisiere über Backing Tracks
Wenn du die Pentatonik in den Fingern hast, öffnet sich die Welt. Suchst du dir einen Blues Backing Track und spielst darüber, nur mit deiner Pentatonik.
Kein Tab, keine vorgeschriebene Melodie. Du schreibst dein eigenes Solo.
Manche Töne klingen besser, manche schlechter. Das ist der Prozess. Nach jeder Session weißt du ein bisschen mehr, welcher Ton wann passt. Nach ein paar Wochen klingt dein Spiel mehr und mehr professionell, nicht weil du eine neue Form gelernt hast, sondern durch Kontinuität!